Die Foto-AG des Scheffel-Gymnasiums
Leitung und Kontakt: Franz Peter Mager
Aktualisierung: 5.12.2004
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Die
Foto-AG des Scheffel-Gymnasiums gewann beim Wettbewerb des
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Fotografieren bedeutet für uns ...
bedeutet für uns, die Welt ständig neu zu entdecken.
Wir fotografieren Landschaft und Stilleben, Pflanzen und Tiere, kleine und große Dinge, "normale" und "verrückte" Personen.
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Wir fotografieren in Schwarzweiß und in Farbe, mit Kunst- und Tageslicht, "vor Ort" und im Studio. Wir entwickeln und vergrößern in unserem Fotolabor oder bearbeiten die Bilder mit dem Computer |
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Wir fotografieren für Schüler und Lehrer, für Schülerzeitungen und Jahrbücher, für Ausstellungen und Wettbewerbe. |
Und wir haben Erfolg:
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Peter Mager
(Scheffel-Gymnasium, Raum 209)
Die Foto-AG Bundessieger im Wettbewerb
"1848 - Aufbruch zur Freiheit"
Das prämiierte Plakat:

Bildunterschrift der Lahrer Zeitung:
DAS SIEGERFOTO: "Die Foto-AG des Scheffel-Gymnasiums erhält den ersten Preis in der Kategorie Fotoarbeit für das Plakat 'Sehen - hören - sagen', das den Freiheitsbegriff in eine treffende Bildsprache umsetzt. Hervorzuheben ist auch die glänzende technische Ausführung der Arbeit". Mit diesen Worten kündigte der Aufsichtsratsvorsitzende der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Frankfurter Paulskirche bei der Preisvergabe die Arbeit aus Lahr an und gab damit das Signal für den großen Auftritt der acht Schüler um Franz Peter Mager.
Aus der ausführlichen Berichterstattung der Lahrer Zeitung am 22.9.1998:
Foto-AG in der Paulskirche ausgezeichnet
Freiheitsbegriff treffend umgesetzt
Von unserer Redakteurin Bettina Schaller
Lahr. Zum Lokaltermin "Was geschah 1848 in deiner Heimatregion" hatte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) aufgerufen und einen Schülerwettbewerb ausgeschrieben. Jetzt wurden sie offiziell prämiert: Momentaufnahmen und Augenblicke des Aufbruchs zur Freiheit knapp und bündig in Wort oder Bild zum Ausdruck gebracht und dies von höchster Qualität: Arbeiten dieser Art zeichnete die Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth in der Frankfurter Paulskirche aus. Unter den Preisträgern die Foto-AG des Scheffel-Gymnasiums Lahr, die an der lokalen Ausschreibung durch die LAHRER ZEITUNG teilgenommen hatte und Sieger auf nationaler Ebene wurde.
Immerhin 2000 Mark wanderten damit als Siegesprämie in die Kasse der Foto-AG. Doch den Schülerinnen und Schülern und ihrem Lehrer Franz Peter Mager war der Tag der Preisverleihung an einem geschichtsträchtigen Ort wie der Paulskirche in Frankfurt viel wichtiger.
Den Begriff Freiheit wollten Esra Alpsoykan, Melanie Wöhrle, Markus Szameitat, Alexis Papathanassopoulos, Florian Metzger, Stefan Jörger, Sven Hager und Jörg Möllmann einfangen und den abstrakten Begriff optisch darstellen. Ganz im Gegensatz zu den drei Affen, die aus Angst Augen, Mund und Ohren verschließen, fordert das Bild der Scheffelschüler zur entschlossenen Willensäußerung auf, nämlich "sehen - hören - sagen, was ich will".
Die Jury zeigte sich von Anfang an begeistert von der Fotocollage aus Lahr. Und auch Rita Süssmuth äußerte ihre Begeisterung darüber, daß die Schüler von heute gar nicht so unpolitisch sind, wie immer behauptet wird. "Hören-sehen-sagen" sei die Basis des Rederechts und damit die Grundlage der parlamentarischen Debatte, so die Bundestagspräsidentin. Sie durchstreifte gekonnt in ihrer Rede die deutsche Geschichte und klopfte sie nach Spuren des Freiheitsgedankens und dem Aufbruch zur Freiheit ab. Sie erinnerte dabei daran, daß 1998 das gelungen sei, was 1848 versucht wurde: "der Aufbruch zur Freiheit". Auch wenn die Badische Revolution seinerzeit gescheitert sei, so war allein der Versuch wichtig. Rita Süssmuth erinnerte bei ihrer Spurensuche in der Geschichte an den Freiheitswillen und den Aufbruch zur Freiheit im Osten 1989 und für die Zukunft mahnte die Bundestagspräsidentin an: "Ohne Freiheit ist die Armut nicht zu überwinden". Freiheit ist, so Rita Süssmuth, die Entscheidung, die täglich getroffen werden muß. Freiheit stirbt, wenn sie nicht täglich zum Aufbruch für die Freiheit in Aktion gesetzt wird.
Ohne Freiheit gebe es keine menschliche und zivilisatorische Freiheit. "Es gibt Spuren und gute Fundamente in unserer Geschichte. 1848 gehört trotz seines Scheiterns dazu", betonte Rita Süssmuth. Scheitern dürfe nicht zur Resignation führen, sondern solle als Lernprozeß verstanden werden.
Vor fast 900 Gästen rief die Bundestagspräsidentin auf zum "Aufbruch zur Freiheit, jeden Tag und täglich neu". Eine Zeitreise in die Anfänge der Revolution erlebten Besucher in der Paulskirche. Mimen und Musik führten bei der Freiheitsrevue an die Eckpunkte der Revolutionsjahre von 1789 bis ins Jahr 1998. (Mehr dazu auf einer Sonderseite der Preisträger.)
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth und Zeitungsverleger ehren die Foto-AG des Scheffel-Gymnasiums mit Bundespreis in der Paulskirche
Demokratie mit der Kamera eingefangen

Der große Moment in Frankfurt: Fototermin mit Rita Süssmuth
Fotos: Foto-AG des Scheffel-Gymnasiums
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Die erfolgreichen Schüler der Foto-AG des Scheffel-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Franz Peter Mager |
Unser großer Tag in Frankfurt
Gerne möchten wir das Angebot der LAHRER ZEITUNG wahrnehmen, unsere Eindrücke von "unserem großen Tag" in Frankfurt zu schildern: In Wirklichkeit fing unsere Reise nach Frankfurt an jenem Tag an, als Herr Mager uns von einem Wettbewerb berichtete, der zum Inhalt hatte, das Thema "Freiheit" ins Bild zu setzen. Das Thema begeisterte uns vom ersten Augenblick an, wir empfanden es als eine Herausforderung, diesen abstrakten Begriff in ein konkretes Bild umzusetzen. Dabei erinnerten wir uns sehr wohl an unsere letzte Fotoausstellung "LichtSpiele", die mit ihren Serien, Collagen und Tableaus großen Anklang fand. Diese Erfahrungen wollten wir für den Wettbewerb einsetzen. Also einigten wir uns nach längerer Diskussion auf eine Fotocollage, die in Form eines Plakates den Begriff "Freiheit" aussagekräftig "auf den Punkt" bringen sollte.
Nach vierwöchiger Arbeit war es für uns eine große Genugtuung, solch ein Projekt von der Idee über die gesamte technische Ausarbeitung bis hin zur Präsentation selbst realisiert zu haben. Wir waren mit unserer Arbeit so zufrieden, daß wir uns zwar Chancen, aber niemals den ersten Preis ausgerechnet haben. Die Freude nach dem Anruf war riesengroß, obgleich nicht einmal Herr Mager die Dimensionen erahnte, die dieser Preis mit sich bringen sollte. Melanie, Stefan und Markus erfuhren es telefonisch in den großen Ferien, Alexis, Florian und Sven später aus der LAHRER ZEITUNG und Esra am ersten Schultag. Von Herrn Mager erfuhren wir, daß die Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche unter Beisein von Frau Professor Dr. Rita Süssmuth verliehen werden sollte.
Am Freitag ist es dann so weit. Unser Selbstbewußtsein ist durch die zahlreichen Glückwünsche, die wir bekommen haben, um einiges angewachsen. Wir treffen uns um 7.15 Uhr im Lahrer Bahnhof, Herr Mager und Herr Godenschwege steigen in Offenburg zu. Melanie und Esra sind sehr angespannt. Sie unterhalten sich nur wenig. Wohl sehen sie sich schon mit Frau Süssmuth und weiterer Prominenz auf der Bühne. Die anderen führen heftige Fachgespräche über Computer und Fotografie. Der Spaziergang zur Paulskirche ist ein Gang ins Ungewisse. Die zahlreichen Hochhäuser werden sicher nicht mit allen Sinnen wahrgenommen, denn der zunehmenden Anspannung kann sich jetzt niemand mehr entziehen. Jetzt noch ein kleiner Imbiss (bei McDonalds!), um die weicher werdenden Knie wieder zu stabilisieren. Sven ist der erste, der schon im Foyer der Paulskirche Fernsehkameras entdeckt. Das Auf gebot an Sicherheitskräften ist enorm.
Eine Vertreterin des Bundesverbands für Zeitungsverleger begleitet uns zu unseren Plätzen in der zweiten Reihe, direkt hinter den prominenten Gästen. Die Nervosität von Melanie wird nicht geringer, als sich Frau Süssmuth direkt vor sie setzt. Jetzt tauchen aus allen Ecken Kameras auf. Pünktlich beginnt die Feier. Für einige von uns könnten die Reden noch länger dauern, weil wir dann noch nicht auf die Bühne gehen müßten.
Dann die erlösenden Worte von Herrn Pfeiffer, der unsere Arbeit lobt und uns auf die Bühne bittet. Frau Süssmuth gibt uns die Hand, Herr Pfeiffer jeweils eine Urkunde und eine Vertreterin des Bundesverbandes drückt Herrn Mager einen größeren Umschlag in die Hand. Als alle vier nationalen Preisträger auf der Bühne stehen, bricht ein Blitzlichtgewitter über uns herein, wie wir es bislang noch nie gesehen haben. Dieses Mal sind wir nicht die Täter, sondern die Opfer. Die Anspannung löst sich allmählich, und es hat den Anschein, als könnten jetzt alle Mitglieder unserer Fotogruppe das restliche Programm genießen: eine musikalisch-szenische Zeitreise von 1789 bis heute. Besonders schnell bemerkt unsere theatererfahrene Esra die erstklassige Besetzung der Freiheitsrevue mit professionellen Schauspielern und Musikern. Uns hat die Festveranstaltung ausnahmslos gut gefallen.
Beim Hinausgehen erleben wir noch eine Überraschung: In der "Frankfurter Neue Freiheits-Zeitung", die jetzt verteilt wird, entdecken wir eine ausführliche Würdigung unserer Arbeit mit Foto von uns. So können wir guten Gewissens und voller Stolz beim abschließenden Umtrunk im Foyer noch einmal unser eigenes preisgekröntes Plakat bestaunen. Besonders gefreut hat uns die Bemerkung einer Vertreterin des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, daß der Preis für unsere Fotocollage eindeutig ist und bei der Jury nie in Frage stand. Und das bei insgesamt über 3000 Schulen, die an diesem Wettbewerb teilgenommen haben. Nach der Festveranstaltung bleibt noch genügend Zeit für einen ausführlichen Rundgang durch die Schirn-Kunsthalle, die mit der Ausstellung "1848 Aufbruch zur Freiheit" die Ziele und Ideale der Revolution und ihre Folgen für das politische Denken in Deutschland und Europa dokumentiert.
Auf der Zugfahrt nach Hause werden Meinungen und Eindrücke ausgetauscht. Stefan spricht begeistert von einem "einmaligen Erlebnis", Markus von einem "super Gefühl im Bauch", Sven vom "Lohn für tolles Teamwork". Esra kann es immer noch nicht fassen, daß wir so einen "hochkarätigen" Preis gewonnen haben, und Melanie zeigt sich "hochmotiviert" für weitere Aufgaben. Alexis und Florian freuen sich auf die nächsten Projekte der Foto-AG.
So beschließen die preisgekrönten Scheffel-Fotografen eine Fotoausstellung zusammenzustellen, bei der das Siegerbild auch bald in Lahr zu sehen sein wird. Zum Schluß möchten wir uns alle bei der LAHRER ZEITUNG für die Ausschreibung des Wettbewerbs und für die Unterstützung bedanken.
Esra Alpsoykan, Sven Hager, Stefan Jörger, Franz Peter Mager, Florian Metzger, Jörg Möllmann, Alexis Papathanassopoulos, Markus Szameitat, Melanie Wöhrle
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