Geschichte
am Scheffel-Gymnasium

Kontakt: Detlef Bähr
Aktualisierung: 23.12.2007


Inhalt:


Aktuelles

Medizin ohne Menschlichkeit:
Einblicke der 10c
in das Thema
"Medizin im Dritten Reich" bei einem
Besuch an der Universität Freiburg
im
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin

 


Friedrich-Ebert-Ausstellung
im Scheffel-Gymnasium
ab 28. September

 

 


Die Klasse 9c hebt Bücherschätze im Rahmen des Unterrichtsthemas: " Das Jahr 1804 in Lahr und in unserer Schule"


Studienfahrt 2005/2006

Vasen, Götter, Mosaiken - Die 13er auf den Spuren der Griechen


Kneten, malen, weben - Ägypten neu entdecken, ein fächerübergreifendes Projekt der Klasse 7c


60 Jahre - 8.Mai 1945: Kriegssende in Lahr - Das Ende von Leid, Tyrannei und Tod 
Ein Ausstellungsprojekt der Kursstufe Geschichte 13 mit Herrn Schwab


Neue Fachseite des Oberschulamts:
Geschichte


Das Video: 10 Minuten

 

 

 

 

 

 

11. Juni 2004
Karlsruhe-Tag
Die Schule zu Besuch in der
ehemaligen Residenz

Große Fotoreportage


200 Jahre Schulgeschichte:
Die Festschrift des Scheffel-Gymnasiums
zum 200jährigen Jubiläum mit fast 400 Seiten geht gerade in Druck!

Verschaffen Sie sich hier einen Überblick:
Studieren Sie das Inhaltsverzeichnis,
betrachten Sie einige Probeseiten 
... und vor allem:
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Ihr  persönliches Exemplar (oder gleich mehrere!) Wir liefern auch nach Australien...


Berlin-Studienfahrt Klasse 10b


Die Klasse 10c in Berlin und Potsdam, Juni 2002


   

Zum Baden-Württemberg-Tag am 25. April 2002:

Das Scheffel feiert mit Badnerlied, Ehrengästen, einer Ausstellung und Rock'n Roll. Außerdem bieten wir Links zur Geschichte des Südweststaates mit interessanten Tondokumenten und Real-Videodokumentationen

   

Am 25. Juli 1998 beteiligte sich das Scheffel-Gymnasium am großen Lahrer Fest der Freiheit in Erinnerung an die Revolution von 1848/49 vor 150 Jahren


Projekte und Materialien

 
Zu den 1848er Seiten des Scheffel

Beiträge zur Schulgeschichte

Abriss zur Geschichte des Scheffel-Gymnasiums

Von Ulrich Wilhelm

Im Scheffel-Gymnasium rüstet man sich – wenigstens gedanklich – schon für die im Jahr 2004 zu begehende Feier des 200jährigen Bestehens unserer Schule – ein nicht eben bescheidenes Alter. Und dennoch: Es gäbe demnächst einigen Anlass für ein weit unbescheideneres Jubiläum, denn nach dieser von der offiziellen Linie abweichenden Variante könnte unsere Schule bereits im Jahr 2001 ihr 350jähriges Bestehen feiern. Wie kommt es zu dieser zweifachen Lesart?

Als Vorläufer-Anstalt des Scheffel-Gymnasiums Lahr gilt normalerweise das 1804 ins Leben gerufene Pädagogium; man könnte aber mit ähnlich guten Gründen die hiesige Lateinschule als Ursprung unserer Schule ansehen – und deren erste indirekte Erwähnung erfolgt im Jahr 1651 mit der Nennung eines „lateinischen Schulmeisters". Die Lateinschule muss also schon vorher existiert haben, aber ihre Gründung verliert sich im Nebel der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg, so dass die erste Erwähnung an die Stelle der wirklichen Gründung treten muss. Für die früheste Zeit ist der genaue Ort der Schule nicht mehr nachweisbar. Spätestens ab 1755 war sie in der westlichen Marktstraße nördlich des Schlossplatzes beheimatet, etwa dort, wo heute das Haus der Firma Schult steht.

Nachdem Lahr 1803 von der Nassauer Herrschaft ins Kurfürstentum (später Großherzogtum) Baden übergegangen war, gab es postwendend Pläne für die Gründung einer höheren Schule in Lahr, zumal zwischen Freiburg und Rastatt keine einzige Anstalt dieser Art existierte. Bereits im November 1804 war es dann so weit: Das Pädagogium nahm in den Räumen der alten Lateinschule, die um zwei Nachbargebäude erweitert wurde, seine Arbeit auf.

Einen nächsten Einschnitt in der wechselvollen Geschichte bringt das Jahr 1840. Mit dem Übergang zu einem siebenklassigen Gymnasium erhielt endlich auch die Stadt Lahr Mitsprache im Schulgeschehen. Und weil die alten Gebäude in der Marktstraße jetzt zu klein geworden waren, zog man in den Nordflügel der neuerbauten Luisenschule ein, wo unsere Schule bis zum verheerenden Brand von 1877 ihre Heimat fand. Bei diesem Brand ging ein großer Teil der kostbaren Bibliothek verloren, die das Pädagogium nach der Auflösung des Klosters Ettenheimmünster aus dessen Beständen übernommen hatte. 

Das alte Scheffel

Der Familie Lotzbeck war es zu verdanken, dass unmittelbar nach dem Brand die Schule in das Lotzbeck’sche Haus in der Kaiserstraße umziehen konnte.

1892 wurde die Schule endgültig zu einem neunklassigen Gymnasium erweitert.

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg (siehe auch: Beitrag zu Ludwig Frank) gab es Pläne für einen Neubau, die sich aber bis zum Mai 1920 hinzogen, als auf dem Gelände der ehemaligen Tiergartenmühle der Grundstein für ein neues Gebäude gelegt wurde, das dann 1923 bezogen werden konnte. Zwischen den Jahren 1937 und 1945 hieß unsere bis dato namenlose Schule „Theodor-Körner- Gymnasium". Im Februar 1945 machte ein Artillerietreffer die Schule vorübergehend unbrauchbar, und nach langer Odyssee als „Untermieter" in etlichen anderen Lahrer Schulen nahm unser Gymnasium 1952 im wiederhergestellten Gebäude den Betrieb wieder auf unter dem schon 1946 gewählten Namen „Scheffel-Gymnasium". Der heutige Bau im Mauerfeld wurde 1977 bezogen – die vorläufig letzte Station einer enorm wechselvollen Geschichte, wo auch immer man diese beginnen lässt.

 

Kostbarkeiten am Scheffel
Zur Geschichte der
Lehrerbücherei

 

20 Jahre neues Scheffel-Gymnasium:

20 Jahre Scheffel-Gymnasium – ein Rückblick auf die Geschichte der Schule seit ihrem Umzug von der Lotzbeckstraße ins Schulzentrum im Mauerfeld
Wenige Jahre nach dem Umzug ein „Schülerberg"

Von Edmund Hensle

„Man muss immer aufpassen, dass nichts schmutzig wird", „alles ein bisschen kahl", „gut": So urteilten einige Schüler, als 1977 das neue Scheffel Gymnasium bezogen wurde. Bei der Umfrage der Schülerzeitung „Kleiner Merkur" vor 20 Jahren reichten die Reaktionen von Begeisterung bis zu Ablehnung. Inzwischen wissen die Schüler und die meisten Lehrer des Scheffel gar nicht mehr, wie es in der alten Schule war. „Sicut transit gloria mundi", antwortete damals ein anderer Schüler. Nichts kann besser illustrieren, dass die alte Schule vergessen ist. Es war ein großes Wagnis, das die Stadt mit der Errichtung eines Schulzentrums auf dem Mauerfeld einging. Für das Scheffel, die älteste Schule Lahrs, war ein Umzug von der Innenstadt an den Rand der Stadt ebenfalls ein Wagnis. Niemand konnte 1977 abschätzen, wie sich die Schule entwickeln würde.

Die Investition hat sich gelohnt: Schon fünf Jahre später war die Schule zu klein. Geplant für etwa 800, hatte das Scheffel 1981 fast 1300 Schüler. Dieses explosionsartige Anwachsen brachte viele Probleme mit sich. Raumnot und Lehrermangel gehörten dazu. Aber mit sehr viel Engagement – ein Lieblingswort des damaligen Schulleiters Hans-Dieter Burghardt – begegnete die Schule diesen Schwierigkeiten.

Das alte, rein humanistische Gymnasium gab es nicht mehr. Französisch und Englisch als Anfangssprachen sowie das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil gehörten zum neuen Bild der Schule. Eine neue Einrichtung trug ebenfalls zum Gelingen bei: 1977 wurde der Verein der Freunde und Förderer gegründet. Er unterstützt seither die Schule in vielerlei Hinsicht. So hat er wesentlichen Anteil am Ausbau der Mediathek und an der Ausstattung der Schule mit Videoanlagen; seit zwei Jahren gibt es auch eine professionelle Videoschnittanlage.

Das Anwachsen der Schule verlangte nach mehr Lehrern. Die Zahl der Kolleginnen und Kollegen stieg 1985 auf 110 an. Schülerberg, Pillenknick und Lehrerschwemme waren auch für das Scheffel Schlagworte, die den Schulalltag in den 80er Jahren bestimmten. Das waren noch Zeiten, so die älteren Kollegen, als sie 38 Schüler in der Klasse hatten und die Schule aus allen Nähten platzte. Aber das änderte sich wieder, und so schnell wie die Schule gewachsen war, so schnell gingen die Schülerzahlen auf Normalmaß zurück. Zur Zeit besuchen etwa 700 Schülerinnen und Schüler das Scheffel-Gymnasium.

Was wäre der schulische Alltag ohne die Arbeitsgemeinschaften, die Studienfahrten und Schullandheimaufenthalte? Einer der Höhepunkte im Laufe des Schuljahres ist immer die Aufführung der Theater-AG. Sie prägt das Bild der Schule wesentlich mit mit. Von Molière bis Brecht, von Soyfer bis zu „Cabaret", Nestroy, Canetti und Autoren des modernen Kindertheaters   reicht das Spektrum der Aufführungen. Lohn der Arbeit war der erste Platz bei den baden-württembergischen Schultheatertagen 1991, waren vielbeachtete Gastspiele am Landestheater Tübingen 1997, Stadttheater Konstanz und Theater Freiburg 1998. 

Neben Theater war immer auch die Musik prägend für die Wirkung nach außen. Der Hausmusikabend wandelte sich, an seiner Stelle traten offene, in vielfältigen Formen dargebotene Aufführungen, die inzwischen an Performances erinnern. Musik und Kunst bildeten zusammen die Grundlage für die Gestaltung von Klangräumen, die auch mit den Augen erfahren werden durften.

Die Foto-AG dokumentierte alles, was es zu fotografieren gab. Wie erfolgreich sie dabei war, belegt die Tatsache, dass sie 1990 als beste AG Deutschlands ausgewählt wurde. In vielen Ausstellungen zeigten die Schüler, wie gut sie die Technik beherrschten und welch guten Blick für das Fotografische sie hatten.

Es wäre müßig, alle Aktivitäten an der Schule aufzuzählen, die das Profil des Scheffel-Gymnasiums ausmachen. Aber das Klima an einer Schule wird auch von den Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler bestimmt, die im Rahmen der Schülermitverantwortung tätig sind. Projekte mit Aussiedlern und Flüchtlingen, Diskussionen mit Abgeordneten, Fastnachtsfeste und Unterstufendisco: All das wird von Schülern für Schüler geplant und in die Tat umgesetzt. Immerhin hat auch eine politische Gruppierung im Stadtrat ihren Ursprung am Scheffel-Gymnasium.

So politisch sich eine Gesellschaft darstellt, so politisch ist auch die Schule. In den vergangenen 20 Jahren hat sich in der Gesellschaft der Bundesrepublik vieles verändert. Der „Deutsche Herbst" , ebenfalls 1997 genau 20 Jahre her, die Umbrüche in der Politik der 80er Jahre wirkten in die Schule hinein und veränderten die Einstellungen. Dies zeigte sich in der Reaktion auf die Umweltproblematik ebenso wie in der Diskussion um den Nato-Doppelbeschluss. Die Wiedervereinigung und die Öffnung der Grenzen blieben auch an der Schule nicht ohne Echo. Die Probleme der Stadt Lahr sind auch die Probleme der Schule – „knappe Kassen" ist das Schlagwort, das den Schulalltag prägt. Um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, braucht es viel Mut.

 

 

Aus der Schulgeschichte:

Dr. Ludwig Frank

Ludwig Frank (1874-1914)

wohl der bedeutendste Schüler unserer Schule

Lesen Sie seine Lessing-Abiturrede, die ihn fast sein Abitur kostete!

Was viele nicht wissen...

Wer war eigentlich Joseph Victor von Scheffel?

Joseph Viktor von Scheffel

Über den Namen der Schule


Links

Wochenschau-Archiv

Der 20. Juli 1944 - sechzig Jahre danach

http://www.documentarchiv.de/

Über die Determinanten des Pyramidenbaus bzw.: Wie haben die Alten Ägypter die Pyramiden erbaut ?

Haus der Wannseekonferenz Berlin: Gedenkstätte mit vielen Dokumenten über die "Endlösung", die wichtigsten im Faksimile
Deutsches Historisches Museum Berlin: LEMO - Lebensdiges Museum Online 
Online-Videoarchiv des DHM Berlin
Links von der Weimarer Republik bis zu den KZ-Prozessen der Nachkriegszeit finden Sie in unserer Seite "Historischer Hintergrund zu Bernhard Schlinks 'Der Vorleser'"  
Informationsseite des Scheffel-Gymnasiums zum Konzentrationslager Natzweiler-Struthof  
Kant-Gymnasium Weil am Rhein: Umfangreiches Material, Projekte und Links zu Geschichtsressourcen  
Kant-Gymnasium Weil: Riesige Linksammlung zum Thema: "Revolution von 1848/49" 

Die Klasse 8 b mit einem Bericht über das große Lahrer Revolutionsfest im Juli 1998 mit vielen Fotos

Abriss zur Lahrer Geschichte auf der Homepage der Stadt Lahr

Historische Gebäude und Plätze in Lahr auf der Lahrer Homepage

Revolution von 1848/49 in Staufen: "Freie deutsche Stimme" (Faust-Gymnasium)

Geschichte der deutschen Farben (Faust-Gymnasium Staufen)

Zentraler Revolutionsserver 1848/49

Essay von Nils Nicolay, Preisträger im Landeswettbewerb Sprache und Literatur, zur Nationalhymne

Synagoge und jüdischer Friedhof von Schmieheim (Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim)


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