Pfeiferauchen für die Freiheit!
| Am 29.8.1848 beschloss das
Bezirksamt, den Geburtstag des Großherzogs ohne die Bürgerschaft zu feiern. Die
Prozession sollte wie immer vom Rathaus in die Kirche führen. Vor dem Rathaus befanden
sich Angehörige der Republikanischen Gesellschaft, die öffentlich Pfeife rauchten. Dies
war ungeheuerlich, da in Lahr, wie auch in anderen Städten, das Rauchen auf den Straßen
verboten war. Der offizielle Grund war die Feuergefährlichkeit der Städte und das
schlechte Feuerwehrsystem. Doch die Bewohner betrachteten das Verbot als symbolische Geste
der Autorität, die sie mit diesem Aufstand brechen wollten. Doch die Bewohner betrachteten das Verbot als symbolische Geste der Autorität,
die sie mit diesem Aufstand brechen wollten. Das war nicht alles: Die rauchende
Bürgerschaft zog mit zur Kirche und begleitete den Zug mit Rufen, wie z.B. : "Es
lebe Hecker hoch!".
Die Person des Großherzogs war bis zu
diesem Tag unangetastet geblieben. Daher war dieser Aufstand besonders provokativ, und die
gemäßigte Bürgerschaft antwortete sofort mit einem Beschluß, der am Abend des 31.
August im Rappen gefasst wurde. Dieser Beschluß besagt, daß jede Art von Ruhestörung
sofort unterdrückt werden und den Behörden gemeldet werden müsse.
Bild: Hecker-Pfeife, wahrscheinlich aus Lahr |
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