Nur Mut!!! Hier wird niemand gefressen!

Komm und lies....!

Evangelische Religion

Kontakt:   email.gif (10877 Byte)  Martin Schwarz


                                                             

In der Bundesrepublik Deutschland ist der Religionsunterricht nach Art. 7,3 des Grundgesetzes und nach Art.18 der Verfassung des Landes Baden-Württemberg ordentliches Lehrfach an den öffentlichen Schulen.  Er wird dort in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt, die vom Gesetzgeber als Religionsgesellschaften anerkannt sind. Neben der evangelischen und katholischen Kirche sind dies z.B. die jüdische Kultusgemeinschaft. Dies wehrt einer staatlich durchgesetzten Einheits-Weltanschauung und Werteideologie, wie wir sie in den beiden deutschen Diktaturen dieses Jahrhunderts schon einmal hatten.

Die Themen des evangelischen Religionsunterrichts ordnen sich an vier zentralen Lebensfragen:

Wer bin ich?

Bin ich als Mensch letzlich Produkt des Zufalls? Eine Laune der Natur und deshalb gegen andere Menschen austauschbar? Besteht der Sinn "meines" Lebens letztlich im Unsinn, im Absurden? Besteht der Sinn "meines Seins" lediglich in der Weitergabe der Gene und der Kultur, was auch immer der einzelne sich darunter vorstellen mag? Sind wir allesamt solche tragische Gestalten wie die antike Figur des Sisyphos?

     

          Ist das der Sinn des Lebens?

Angesichts dieser Fragen ermutigt der evangelische Religionsunterricht die SchülerInnen sich als Geschöpfe Gottes mit ihren persönlichen Gaben und Grenzen anzunehmen. Jeder Mensch hat also eine durch Gott garantierte unendliche Würde, unabhängig von Leistungsvermögen, Geschlecht, Religion und Rasse und zwar vom ersten Zeitpunkt seines Werdens an. Dieses Menschenbild stellt natürlich politische, soziale und rechtliche Forderungen an eine menschliche Gesellschaft. Wie diese aussehen könnten, auch darüber wird im Religionsunterricht nachgedacht.

 Woher kommen wir und was ist Wahrheit?

Der Religionsunterricht öffnet den Blick für die christliche Prägung unserer Kultur: er zeigt z.B. auf, daß die UN-Menschenrechtscharta von Rechtstraditionen geprägt ist, die dem 5. Buch Mose (Deuteronomium) entstammen. Ohne den Schatz der christlichen Kulturtradition z.B. würden wir unsere eigene kulturelle Überlieferung nicht mehr verstehen. Vor mittelalterlicher Kunst würden wir stehen, wie ein Analphabet vor einem Buch. Der Religionsunterricht ebenso das Bewußtsein für die geschichtliche Bedingtheit weltanschaulicher und religiöser Vorstellungen. Auf diese Weise werden fundamentalistischen Tendenzen beim Namen genannt. Der Religionsunterricht fördert so die Fähigkeit, eigene Positionen zu entwickeln und zu vertreten, andere Auffassungen zu tolerieren und von anderen Menschen zu lernen.

Was dürfen wir hoffen?

Der evangelische Religionsunterricht nimmt die Kinder und Jugendlichen mit ihren Erwartungen, Sorgen und Ängsten ernst und stärkt sie in ihrer Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. Eine Zukunft, die nach dem christlichen Glauben auch mit dem Tode nicht ausgelöscht wird.

Was sollen wir tun?

Die Würde des Menschen ist keine wissenschaftlich aufweisbare Tatsache. Sie steht und fällt letztlich mit dem Glauben an Gott. Wissenschaftliche Erkenntnisse erweitern fortwährend die menschlichen Handlungsmöglichkeiten. Aber je mehr wir tun können, desto mehr sind wir gezwungen darüber nachzudenken, was wir auch tun dürfen, damit wir die menschliche Würde nicht verletzen. Das Nachdenken darüber ist ein elemtarer Teil des Religionsunterrichtes.

 

Themen Klasse 5-10

Informationen zu Jesus Christus

Linkseite

Schülerprojekte zu Themen des Lehrplans:

 


Scheffel-Startseite   nach oben