Es sind nun schon einige Wochen seit den
Studienfahrten vergangen, daher wird es nun langsam mal Zeit, auch einen kleinen Bericht
über die Studienfahrt nach Prag zu schreiben und ein Fazit zu ziehen.
Als sich alle Prag-Fahrer und die
begleitenden Lehrer Herr Macher, Herr Rabenmüller und seine Frau am
frühen Sonntagmorgen um 6:00 Uhr vor dem Scheffel-Gymnasium getroffen
hatten, waren natürlich alle voller Vorfreude auf die bevorstehenden Tage
in Prag, sodass auch das lange Warten auf den Bus, der aufgrund des Nebels
Verspätung hatte, der Stimmung nicht schaden konnte.
Nach einigen Stunden Fahrt erreichten
wir schließlich die tschechische Grenze, die wohl ohne den Halt, der
nötig war, um die Mautplakette zu lösen, keinem aufgefallen wäre.
Kürzer als gedacht war noch das letzte Stück bis Prag, wo der Bus mit
einigen Schwierigkeiten und Verletzungen der Verkehrsregeln zu
letztendlich dann doch an der Moldau vor dem Hausbotel "Florentina", welches
in den Tagen eine angenehme Unterkunft war und dem durch unseren Besuch
einiges an Leben eingehaucht wurde, zum Stehen kam.
Nachdem alle ihr Gepäck ausgepackt
hatten, stürzten wir uns dann auch schon in die schöne Altstadt von
Prag, die eigentlich direkt vor der "Bootstür" lag, was sich
als sehr praktisch erwies, da man so nicht viel Zeit dadurch verlor, erst
einmal in die Stadt zu kommen und so "mal schnell" zu den
Sehenswürdigkeiten, verschiedenen (Fast-Food-)Restaurants und diversen
Geschäften, die man in jeder größeren Stadt findet, gehen konnte. Herr
Macher und Herr Rabenmüller erteilten uns noch einen kleinen Überblick über
die Prager Altstadt, danach konnten wir auch schon auf Nahrungssuche
gehen, da für den Sonntag noch kein Programm geplant war. Wie jeden Tag
versammelten wir uns bereits an diesem Abend auf dem Sonnendeck des
Hausbotels, um dem Tag einen würdevollen Ausklang zu verleihen.
Am Montagmorgen stand dann der erste
Programmpunkt an, und zwar ein geführter Stadtrundgang, der uns an
beiden Seiten der Moldau den kleinen - aber wohl zentralen - Teil der
Stadt, in dem wir uns hauptsächlich aufhielten, die Geschichte Prags und des Landes
näher brachte. Dabei stießen wir neben einigen
wichtigen Stationen Kafkas auch auf die berühmtesten Wahrzeichen Prags,
zu denen die Karlsbrücke, eine astronomische Uhr, die zu jeder vollen
Stunde unzählige Touristen anlockte, und selbstverständlich auch die
Prager Burg gehörte, welcher am Nachmittag eine eigene Führung gewidmet
wurde.
Der zweite volle Tag in Prag stand uns
im Gegensatz zum vorherigen Tag zum Großteil zu unserer eigenen
Verfügung, sodass viele die freie Zeit dazu nutzten, um die Stadt bzw.
bestimmte Teilbereiche auf eigene Faust besser kennen zu lernen, wie z.B.
die verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten, die Prag bietet. An diesem Tag
war am Mittag ein gemeinsames Essen eingeplant, also setzten wir uns
in den Bus, um etwas näher an das Restaurant zu kommen. Im
Restaurant "U Fleků" angekommen, konnten wir in der
Atmosphäre eines alten Bierkellers dann typische tschechische Speisen zu
uns nehmen, bevor wir den Rest des Nachmittages wieder in der Stadt oder
auf dem Boot verbringen konnten. Den Abschluss des Tages bildete
schließlich der Besuch im "Schwarzen Theater", das uns durch
beeindruckende Licht- und Farbspiele Unterhaltung bot.
Nach dem morgendlichen Frühstück
startete der Mittwoch mit einer Führung durch Jüdische Viertel, welche
uns auch Einblick in den alten Jüdischen Friedhof, verschiedene Synagogen
und auch in die Geschichte gewährte. Danach gingen wir wieder zusammen in
einem der zahlreichen Restaurants Prags essen, sodass wir danach wieder
gestärkt die Stadt erkunden konnten.
Der abschließende Programmpunkt
unserer Studienfahrt bildete am Donnerstagmorgen eine von Herr Macher
vorbereitete Stadtralley durch Kafkas Prag, bei der es darum ging, zu
verschiedenen Orten und Werken, die mit Kafka in Verbindung stehen,
bestimmte Informationen herauszufinden, und dies am besten, indem man
diese kurz besuchte. Am Abend versammelten wir uns dann alle gemeinsam
wieder auf dem Schiff, um zum Abschluss unserer Studienfahrt noch kurz die
größte Diskothek in Zentraleuropa zu "besichtigen".
So mussten wir dann am Freitagmorgen
Prag leider auch schon wieder verlassen und uns auf die Rückreise mit dem
Bus machen, die, aufgrund der alltäglichen Verkehrsproblemen auf unseren
Autobahnen, etwas länger dauern sollte als vorher erwartet, sodass wir
erst am späteren Abend wieder zurückkehrten und zum Teil etwas
erschöpft, aber vor allem auch zufrieden auf unsere Studienfahrt
zurückblicken konnten.
Daher möchten wir uns abschließend
ganz herzlich bei unseren Begleitern Herr Macher, Herr Rabenmüller und
seiner Frau und bei allen, die an der Studienfahrt mitgewirkt haben, für
diese sehr gelungenen Tage in Prag, bei der sowohl das Kennenlernen von
Stadt und Kultur, als auch die Gemeinschaft nicht zu kurz kam,
bedanken!