Workshop der Uni Basel - Ein Projekt der Klasse 12
Gruppe 4: Kartographie von Ghana
Afrika-Projekttage 2008
Von 
Viktor Justus, Thomas Jörger, Albert Kurz, Christopher Büttner

Aktualisiert am: 16.7.2008

Kontakt: Webmaster


Navigating the unknown – Missionary Cartography

Wir hatten für unsere Aufgabe folgende Materialien zur Verfügung:

  • Karte von Steinhauser, 1850er Jahre
  • Die Dänische Goldküste und Guinea, vor 1850
  • Karte von der Goldküste und den Ländern zwischen und jenseits von Pra von Volta von den Baseler Missionaren der Goldküste (1885)
  • Karte von der Goldküste und benachbarten Gebieten erstellt von der Intelligence Division of the War Office (1889)
  • Topographische Karte (1925)
  • Reisebericht von Missionar Auer (1858)

Anhand des Reiseberichts von Missionar Auer kann man seine Reiseroute durch Ghana nachverfolgen. Er startete in Akropong, sein Zielort war Odumase.

Mit einer kleinen Expedition machte er sich zunächst zum Dorf Abiriw auf. Dort traf er weitere Leute mit denen er nach Dawu, Aukuqua und Adukrom weiterreiste. Unterwegs beschreibt er die wunderschöne Landschaft, bestehend aus Palmhainen, dem Krobotal und schließlich dem Kroboberg. Desweiteren beschreibt er die Arbeit der Menschen, unter anderem die Feldarbeit. Schließlich kam er in Odumase an. Seinen Rückweg trat er über die westlich gelegenen Palmwälder an, die er auf seinem Hinweg aus weiter Ferne gesichtet hatte. Von dort aus hatte er eine gute Sicht auf umliegende Gebirge und Flüsse. Über die vielen kleinen Wege des Gebietes erreichte er schließlich nach einer über 100km langen Reise wieder seinen Ausgangspunkt Akropong.

Auf ihren vielen Reisen erstellten die Missionare die ersten Karten-Skizzen von Ghana. Die ersten Entwürfen waren einfach und ungenau. Sie dienten in erster Linie den folgenden Missionaren als Orientierungshilfe. Auf den Karten waren zunächst nur die bekannnten Siedlugen und Wege, Plantagen, Gebirgszüge und der grobe Flussverlauf der Volta abgeblidet waren. Auf der Grundlage dieser Skizzen wurden im Laufe der Zeit detailliertere Karten erstellt auf denen die einzelnen Größen, sowie Positionen der Dörfer und Landschaftsgebilden berichtigt wurden. Viel besuchte Gebiete waren auf den Karten genauer verzeichnet wohingegen entlegenere Gebiete meist noch unerforscht waren. Der Verwendungszweck der Karten ist sehr unterschiedlich gewesen. Es gab z.B. Kriegskarten, die auf den Erkentnissen der Missionaren basierten.

Somit waren die anfänglichen Missionarsskizzen ausschlaggebend für die heutigen topographischen Karten.


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