Navigating the unknown –
Missionary Cartography
Wir hatten für unsere Aufgabe folgende
Materialien zur Verfügung:
-
Karte von Steinhauser, 1850er Jahre
-
Die Dänische Goldküste und Guinea, vor
1850
-
Karte von der Goldküste und den Ländern
zwischen und jenseits von Pra von Volta von den Baseler Missionaren der
Goldküste (1885)
-
Karte von der Goldküste und benachbarten
Gebieten erstellt von der Intelligence Division of the War Office (1889)
-
Topographische Karte (1925)
-
Reisebericht von Missionar Auer (1858)
Anhand des Reiseberichts von Missionar Auer
kann man seine Reiseroute durch Ghana nachverfolgen. Er startete in
Akropong, sein Zielort war Odumase.
Mit einer kleinen Expedition machte er sich
zunächst zum Dorf Abiriw auf. Dort traf er weitere Leute mit denen er nach
Dawu, Aukuqua und Adukrom weiterreiste. Unterwegs beschreibt er die
wunderschöne Landschaft, bestehend aus Palmhainen, dem Krobotal und
schließlich dem Kroboberg. Desweiteren beschreibt er die Arbeit der
Menschen, unter anderem die Feldarbeit. Schließlich kam er in Odumase an.
Seinen Rückweg trat er über die westlich gelegenen Palmwälder an, die er
auf seinem Hinweg aus weiter Ferne gesichtet hatte. Von dort aus hatte er
eine gute Sicht auf umliegende Gebirge und Flüsse. Über die vielen kleinen
Wege des Gebietes erreichte er schließlich nach einer über 100km langen
Reise wieder seinen Ausgangspunkt Akropong.
Auf ihren vielen Reisen erstellten die
Missionare die ersten Karten-Skizzen von Ghana. Die ersten Entwürfen waren
einfach und ungenau. Sie dienten in erster Linie den folgenden Missionaren
als Orientierungshilfe. Auf den Karten waren zunächst nur die bekannnten
Siedlugen und Wege, Plantagen, Gebirgszüge und der grobe Flussverlauf der
Volta abgeblidet waren. Auf der Grundlage dieser Skizzen wurden im Laufe
der Zeit detailliertere Karten erstellt auf denen die einzelnen Größen,
sowie Positionen der Dörfer und Landschaftsgebilden berichtigt wurden.
Viel besuchte Gebiete waren auf den Karten genauer verzeichnet wohingegen
entlegenere Gebiete meist noch unerforscht waren. Der Verwendungszweck der
Karten ist sehr unterschiedlich gewesen. Es gab z.B. Kriegskarten, die auf
den Erkentnissen der Missionaren basierten.
Somit waren die anfänglichen
Missionarsskizzen ausschlaggebend für die heutigen topographischen Karten.