Badische Zeitung vom Freitag, 18. Juli 2008
Wundervoller Kontinent voller Probleme
Thema Afrika bei den Projekttagen des Scheffel-Gymnasiums
LAHR. "Afrika — ein wundervoller Kontinent, aber auch ein Kontinent
voller Probleme." Mit diesen Worten eröffnete Fritz Godenschwege,
Schulleiter des Scheffel-Gymnasiums, am Mittwoch die derzeit
stattfindenden Projekttage. Die Schüler setzen sich dabei drei Tage lang
mit diesem Kontinent auseinander, lernen Neues kennen und Altes verstehen.
"Die Wiege des Menschen war in Afrika" , erklärte Fritz Godenschwege.
Heute jedoch sei der Kontinent von Wassermangel, Hunger und Krankheit
geprägt. Hunderttausende Flüchtlinge gebe es. Und dennoch bleibe Afrika
ein Kontinent mit einer alten und wertvollen Kultur und vielen Bräuchen.
Um das alles auch den Schülern näherzubringen, organisierte die SMV mit
Hilfe der Vertrauenslehrer Anette Maute und Olivier Hänsler die
Projekttage zu diesem Thema. "Wir wollen eine einzige Welt — ohne die
dritte Welt" , erklärte Elsa Schindler, die zusammen mit Sandra Stang und
Alessa Wilhelm für die Projekttage verantwortlich ist. Die drei Tage sind
in verschiedene Phasen unterteilt: Am ersten Tag können sich die Klassen
in ihre Themen einfinden, denn jede Klasse beschäftigt sich mit etwas
anderem. Es sind Themen wie zum Beispiel "Menschen, Tiere, Länder" ,
"Kindersoldaten" , "AIDS" , "Fair Trade" und viele mehr vertreten.
Außerdem gibt es zahlreiche Vorträge zu besuchen.
Am zweiten Tag setzt sich jede Klasse intensiv mit ihrem Thema
auseinander und bereitet am dritten und letzten Tag die Präsentationen
vor. Die Schüler sind von dem Thema Afrika begeistert. "In der Schule wird
Afrika nicht so gründlich durchgenommen" , nennt Elsa Schindler einen
weiteren Grund für das Thema der Projekttage. So gab es für die
Scheffel-Schüler gleich am ersten Tag einiges zu entdecken. Es wurden
Filme und Bilder gezeigt. Und auch Fachleute sind angereist, um die
Schüler über unterschiedliche Themen aufzuklären.
Akino Jada erzählte den Schülern ebenfalls über Afrika. Und über den
Krieg im Sudan. Er ist viel unterwegs, denn in Schulen in ganz Deutschland
hält er solche Vorträge. 1995 kam er nach Deutschland und hat nun das
Ziel, die Menschen, und vor allem Schüler, über den Krieg und auch über
Kindersoldaten zu informieren. Die Schüler lauschten den Vorträgen und
waren sehr interessiert, was auch die Fülle an Fragen zeigte, die sie am
Ende von Vorträgen noch hatten.
Doch nicht nur Vorträge machen die Projekttage am Scheffel-Gymnasium
aus. Die Schüler dürfen auch selbst Sachen ausprobieren. Es gab
beispielsweise einen Trommelworkshop für die siebte Klasse. Hier konnten
die Schüler sehen, wie auf einer Kpanlogo-Trommel getrommelt wird.
Natürlich durfte jeder auf einer eigenen Trommel Töne ausprobieren. Schon
bald konnten kleine Melodien gespielt werden und die Begeisterung stand
allen ins Gesicht geschrieben. Die Ergebnisse der Projekttage können beim
Sommerfest heute, Freitag, ab 15.30 Uhr, in Form von Plakaten, einem
Bühnenprogamm und unterschiedlichen Ständen betrachtet werden.
Tatjana Brenner