Grandioses Finale

Der Festakt zum 200jährigen Jubiläum des Scheffel-Gymnasiums
am 20. November 2004

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Aktualisiert am: 30.11.2004

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Inhaltsübersicht


Die vollständigen Reden in einer Video-Galerie

Die Festrede von
Dr. Wolfgang Schäuble
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Die Begrüßung durch
Schulleiter Fritz Godenschwege

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Die Rede von
Helmut Rau
Staatssekretär und MdL

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Die Rede zum Mit- oder Nachlesen gibt's hier (PDF)

Die Rede von
Dr. Wolfgang Müller
Oberbürgermeister der Stadt Lahr

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Die Rede von
Prinz Bernhard von Baden

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Das Schlusswort von
Schulleiter Fritz Godenschwege

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Das Rahmenprogramm: Musikalische Kostbarkeiten und historische Szenen
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Impressionen vom Festakt
>> Die Programmübersicht finden Sie hier >>

Die Begrüßung der Gäste

Oberbürgermeister Dr. Müller im Gespräch mit Prinz Bernhard von Baden

(von links:) Alt-Oberbürgermeister Dietz, Udo Müller (Abteilungsdirektor Gymnasien im Oberschulamt Freiburg) und
Rosemarie Stürmlinger (Präsidentin des Oberschulamts Freiburg)

Gisela Dieterle (als ehemalige Lehrerin des Scheffel-Gymnasiums "Urgestein" dieser Schule, jetzt Referentin im Oberschulamt Freiburg) und der ehemalige Schulleiter des Scheffel-Gymnasiums, Dr. Hans Dieter Burghardt

Musikalische Ouvertüre mit Lehrern, Schülern und Ehemaligen des Scheffel-Gymnasiums

Menno Koller begeisterte mit dem Stück  „Articulator“ für zwei Blockflötenvon Agnes Dorvath (*1953) 

Begrüßung durch den Schulleiter des Scheffel-Gymnasiums

Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller mit der Zusage auf eine Ganztagsbetreuung im Scheffel-Gymnasium

Prinz Bernhard von Baden bei seinem Grußwort

Helmut Rau, MdL und Staatssekretär im Kultusministerium, bei seiner Rede
Die Rede zum Nachlesen gibt's hier (PDF)

Festredner Dr. Wolfgang Schäuble

 


Presseberichte

>> Lahrer Zeitung vom 22.11.2004 (PDF) >>


Badische Zeitung vom Montag, 22. November 2004 

Tradition als ständige Verpflichtung 

200 Jahre Scheffel-Gymnasium: MdB Wolfgang Schäuble fordert in seinem Festvortrag Anpassungsresistenz und Selbsterkenntnis

Von unserer Mitarbeiterin Juliana Eiland-Jung

LAHR. Höhepunkt und Schlusspunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen des Scheffel-Gymnasiums war das Festwochenende, bei dem mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche am Freitagabend, einem offiziellen Festakt mit vielen prominenten Gästen am Samstagmorgen und verschiedenen Angeboten für Ehemalige am Samstag und Sonntag noch einmal in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft des "Scheffel" geblickt wurde.

Helmut Rau, Staatssekretär im Kultusministerium und CDU-Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Lahr, verriet in seinem Grußwort, dass er mit keinem Gymnasium seines Wahlkreises so viel zu tun habe wie mit dem Scheffel-Gymnasium, lobte jedoch auch die manchmal kritische, aber stets gute Zusammenarbeit. Als "neuen Auftrag zum Geburtstag" brachte er dem Scheffelgymnasium die Aussicht mit, bei der geplanten Regionalisierung der Förderung von Hochbegabten zum Zuge zu kommen. 

Als Nachfahre des Schulgründers Kurfürst Karl-Friedrich wies Prinz Bernhard von Baden in seinem Grußwort darauf hin, dass Baden als "schmaler Landstrich mit mäßig fruchtbaren Böden und ohne nennenswerte Bodenschätze" schon früh den Wert der Bildung erkannt habe. Der Bildungsetat war "damals im Verhältnis zum Gesamtetat vier Mal höher als der von Preussen", betonte Prinz Bernhard unter dem Applaus der versammelten Festgemeinde, und dies sei wohl eine der Grundlagen, warum Baden-Württemberg sich zum "Musterländle" entwickelt habe. 

Festredner MdB Wolfgang Schäuble betonte, dass in Zeiten der immer schnelleren Veränderungen in Wissenschaft und Gesellschaft die Vermittlung von Fähigkeiten im Umgang mit Wissen wichtiger sei als die Wissensvermittlung selbst. Persönlichkeitsbildung, Selbstvertrauen, Anpassungsresistenz und Selbsterkenntnis nannte er als Schlüssel zu einer Bildung, die der Entwicklung der "Banalisierung derjenigen Informationen, die sich durchsetzen können" etwas entgegenzusetzen habe. Schulleiter Fritz Godenschwege hatte zuvor ein liebevolles Bild des Scheffel-Gymnasiums gezeichnet. Als Vorbild für das Selbstverständnis des Scheffel nannte er die ehemalige Lehrerin Hildegard Kattermann, deren gelassenes Selbstbewusstsein, ihre großherzige Geduld, auch Schwache mit zu tragen, und ihren Mut, den Finger auch in offene Wunden zu legen. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller lobte die Anstrengungen des Scheffel-Gymnasiums bei der Integration von Aussiedlern. Lahr sei gerade durch deren Zuzug eine junge Stadt, deshalb habe die Förderung von Kindern und Jugendlichen besonderes Gewicht. 

Am Freitagabend war das Festwochenende mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche eröffnet worden, den die beiden Pfarrer und ehemaligen Schüler, Prälat i.R. Gerd Schmoll und Theologieprofessor Hanspeter Schlosser, unter das Motto "Christ sein heißt ganz Mensch sein" gestellt hatten. Lehrer und Schüler gestalteten den Gottesdienst und den Festakt musikalisch. Als Sprecherin der SMV bat Lisa Müller für Unterstützung des Schulspeisungsprojekts in Kamtschatka in Sibirien, für das die Scheffel-Schüler seit Jahren stets die Hälfte der Einnahmen aus Schülerveranstaltungen spenden.

Badische Zeitung vom Montag, 22. November 2004

"Ein Lebensabschnitt mit Licht- und Schattenseiten" 

BZ-UMFRAGE unter Ehemaligen über ihre Erinnerungen an die Schulzeit im Scheffel-Gymnasium: Streiche und Schätze

LAHR. Über 200 Ehemalige Schüler kamen am Samstagabend, um gemeinsam in ihrer alten Schule das 200-jährige Jubiläum zu feiern. Über ihre Erinnerungen an die Schulzeit befragte sie unsere Mitarbeiterin Juliana Eiland-Jung. Heidi Fössel fotografierte.

Christian Buck (Abitur 1988): An den Alltag in der Schule kann ich mich eigentlich überhaupt nicht mehr erinnern. Es war eben ein Lebensabschnitt, der seine Licht- und Schattenseiten hatte. Ich weiß noch, dass ich nach dem Abi in ein großes Loch gefallen bin, so eine Mischung aus Erleichterung und verfrühter Nostalgie, das war schon ein seltsames Gefühl. Else Schawaller (Abitur 1940): Ich bin ja als ehemalige Schülerin da, mein Mann war hier Lehrer, und unsere Tochter hat auch hier das Abitur gemacht. Dass von unserem Jahrgang so viele die Mühen nicht gescheut haben, hierher zu kommen, zeigt, dass wir alle noch sehr mit unserer Schule verbunden sind. Ich habe viele gute Erinnerungen an meine Schulzeit, zum Beispiel an den Professor Merten in Mathematik und an den damaligen Direktor Steurer. Das war ein Mann mit Persönlichkeit und Autorität.

Else Schawaller

Ursula Bender

"Ursula Bender (in der gleichen Klasse wie Else Schawaller, aber vor dem Abitur abgegangen): Ich kann mich noch an den schrecklich langweiligen Naturkundeunterricht erinnern. Aber ansonsten blicke ich sehr gerne zurück, die Schulzeit war wunderschön. Sonst wäre ich ja nicht eigens von Karlsruhe hierher gekommen.

Theo Benz (Abitur 1964): Ich muss schon zugeben, dass mir Musik und vor allem Sport die liebsten Fächer waren. Ich bin nicht so gern in die Schule gegangen und war auch kein wirklich guter Schüler. Ich war immer schon für's Praktische. Als das Abitur vorbei war, war ich richtig froh. Aber es ist ja was aus mir geworden. Zum Lehrer Ummenhofer hatte ich immer ein gutes Verhältnis, der war später lange Organist in Kuhbach, und ich bin dann in die Schule gekommen, als er verabschiedet wurde. Wir waren ein kleiner Jahrgang, undmehr als die Hälfte sind in Lahr geblieben, so dass wir uns schon noch öfter sehen.

Theo Benz

Walter Meister

Walter Meister (Abitur 1939): Ich habe nur gute Schulerinnerungen. Na ja, in den ersten fünf der sechs Schuljahren habe ich schon so ein paar harmlose Streiche gemacht, aber dann habe ich gewusst, worauf es ankommt und habe gern gelernt. Griechisch, Latein und Französisch. Englisch nicht, das war damals noch Freifach.

Gabi Bohnert

Gabi Bohnert (Abitur 1977): Ich weiß noch, dass wir der letzte Jahrgang im alten Scheffel waren, und auch die letzten, die nach dem alten Abitur geprüft wurden, also noch ohne Oberstufenreform. Ich war glaube ich eine recht brave Schülerin und ganz gut in der Schule, ich war sogar mal Schülersprecherin. Streiche gab es natürlich schon auch. Einmal haben wir einen Wettbewerb gemacht, wer die meisten Klassenbucheinträge im Halbjahr schafft. Ich glaube, der Rekord war 43! Und das waren dann so Dinge wie: " . . . sitzt im Papierkorb und weigert sich, ihn zu verlassen".

Sven Täubert (Abitur 1992): Meine Erinnerungen an die Schule sind eher positiv. Allerdings lernt man manches erst im Nachhinein schätzen. Die humanistische Bildung zum Beispiel, das habe ich erst später gemerkt, was für ein Schatz mir hier mitgegeben wurde. Obwohl ich das als Betriebswirtschaftler nicht so direkt brauche, aber für die politische Arbeit und auch einfach als Wurzel, von denen man sein Leben lang zehren kann.


Viel beachtet - hoch gelobt:
Die Kellnerbrigade beim Ehemaligentreffen am 20.11.04

 

 

>> Zum privaten Fotoalbum des Ehemaligen (1968) Jens Schmidt mit Bildern vom Ehemaligentreffen >>

Meinungen zum Fest:

Das Ehemaligentreffen war ein ganz tolles Erlebnis! 

Es war schön, die eigene Klasse (wenn auch leider nur teilweise) und auch einige noch bekannte Gesichter der anderen Jahrgänge wiederzusehen! Ein grosses Dankeschön auch an die vielen Helfer, die prima dafür gesorgt haben, dass wir nicht verhungert und verdurstet sind! Sie haben das hervorragend gemacht!
Auch der historische Überblick über den Werdegang des Gymnasiums war eine tolle Sache. Prima gemacht, hervorragend präsentiert und sehr informativ!
Leider gibt es da auch einen kleinen Kritikpunkt: gerade dieser historische Überblick war nicht bekannt (genug) gemacht worden! Sehr schade! So konnte ich selbst leider nur den letzten Teil miterleben. Gut, mein Jahrgang war da noch dabei (1968). Dennoch hätte ich gerne die ganze Vorführung miterlebt. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Vortrag in Bild, Ton oder auch nur schriftlich (ist natürlich bei weitem nicht so toll) zu erhalten? Da wäre ich doch sehr dankbar darüber!
Am Abend habe ich von meiner Klasse auch einige Bilder geschossen. Wenn euch das interessiert, so könnt ihr diese unter folgender Adresse einsehen, kopieren und ganz nach Lust und Laune verwenden:
www.fotos.web.de/jensschmidt.wallau

Seid alle Macher des Abends und eurer Homepage (jetzt zum dritten mal: toll! informativ! sehr gut gemacht!) gegrüsst!
Jens Schmidt

Liebe Lehrer, Schüler und Eltern des Scheffelgymnasiums,

ich habe an dem Ehemaligentreffen am Samstagabend teilgenommen und
möchte dem Oranisationskomitee, den Schülern, den Lehrern und den Eltern
herzlich für ihre Mühe und ihren Einsatz danken. Die Ton-Dia-Schau war
sehr gut gemacht, der Wein und das Essen hat gut geschmeckt und die
servierenden Lehrer und Schüler waren einfach immer präsent und
hilfsbereit. Ganz toll - vielen Dank.
Da offensichtlich viele Fotos unseres Jahrganges (1960) fehlten, möchte
ich mit dieser Post zumindest meines schicken. Beim nächsten Jubiläum
ist es dann vorhanden!
Jürgen Janz


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