Die Festrede von
Dr. Wolfgang Schäuble
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Die Begrüßung durch
Schulleiter Fritz Godenschwege
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Die Rede von
Helmut Rau
Staatssekretär und MdL
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Die Rede von
Dr. Wolfgang Müller
Oberbürgermeister der Stadt Lahr
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Die Rede von
Prinz Bernhard von Baden
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Das Schlusswort von
Schulleiter Fritz Godenschwege (DSL-Qualität- 150 Kbit/s, 7 Min.)
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Das Rahmenprogramm:
Musikalische Kostbarkeiten und historische Szenen
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Oberbürgermeister Dr.
Müller im Gespräch mit Prinz Bernhard von Baden
(von links:) Alt-Oberbürgermeister
Dietz, Udo Müller (Abteilungsdirektor Gymnasien im Oberschulamt
Freiburg) und
Rosemarie Stürmlinger (Präsidentin des Oberschulamts Freiburg)
Gisela Dieterle (als
ehemalige Lehrerin des Scheffel-Gymnasiums "Urgestein" dieser
Schule, jetzt Referentin im Oberschulamt Freiburg) und der ehemalige
Schulleiter des Scheffel-Gymnasiums, Dr. Hans Dieter Burghardt
Musikalische Ouvertüre
mit Lehrern, Schülern und Ehemaligen des Scheffel-Gymnasiums
Menno
Koller
begeisterte mit dem Stück „Articulator“für
zwei Blockflötenvon
Agnes
Dorvath (*1953)
Begrüßung
durch den Schulleiter des Scheffel-Gymnasiums
Grußwort
von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller mit der Zusage auf eine
Ganztagsbetreuung im Scheffel-Gymnasium
200
Jahre Scheffel-Gymnasium: MdB Wolfgang Schäuble fordert in seinem
Festvortrag Anpassungsresistenz und Selbsterkenntnis
Von unserer Mitarbeiterin Juliana Eiland-Jung
LAHR.
Höhepunkt und Schlusspunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 200-jährigen
Bestehen des Scheffel-Gymnasiums war das Festwochenende, bei dem mit
einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche am Freitagabend,
einem offiziellen Festakt mit vielen prominenten Gästen am
Samstagmorgen und verschiedenen Angeboten für Ehemalige am Samstag und
Sonntag noch einmal in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft des
"Scheffel" geblickt wurde.
Helmut
Rau, Staatssekretär im Kultusministerium und CDU-Bundestagsabgeordneter
des Wahlkreises Lahr, verriet in seinem Grußwort, dass er mit keinem
Gymnasium seines Wahlkreises so viel zu tun habe wie mit dem
Scheffel-Gymnasium, lobte jedoch auch die manchmal kritische, aber stets
gute Zusammenarbeit. Als "neuen Auftrag zum Geburtstag"
brachte er dem Scheffelgymnasium die Aussicht mit, bei der geplanten
Regionalisierung der Förderung von Hochbegabten zum Zuge zu
kommen.
Als
Nachfahre des Schulgründers Kurfürst Karl-Friedrich wies Prinz
Bernhard von Baden in seinem Grußwort darauf hin, dass Baden als
"schmaler Landstrich mit mäßig fruchtbaren Böden und ohne
nennenswerte Bodenschätze" schon früh den Wert der Bildung
erkannt habe. Der Bildungsetat war "damals im Verhältnis zum
Gesamtetat vier Mal höher als der von Preussen", betonte Prinz
Bernhard unter dem Applaus der versammelten Festgemeinde, und dies sei
wohl eine der Grundlagen, warum Baden-Württemberg sich zum
"Musterländle" entwickelt habe.
Festredner
MdB Wolfgang Schäuble betonte, dass in Zeiten der immer schnelleren Veränderungen
in Wissenschaft und Gesellschaft die Vermittlung von Fähigkeiten im
Umgang mit Wissen wichtiger sei als die Wissensvermittlung selbst. Persönlichkeitsbildung,
Selbstvertrauen, Anpassungsresistenz und Selbsterkenntnis nannte er als
Schlüssel zu einer Bildung, die der Entwicklung der "Banalisierung
derjenigen Informationen, die sich durchsetzen können" etwas
entgegenzusetzen habe. Schulleiter Fritz Godenschwege hatte zuvor ein
liebevolles Bild des Scheffel-Gymnasiums gezeichnet. Als Vorbild für
das Selbstverständnis des Scheffel nannte er die ehemalige Lehrerin
Hildegard Kattermann, deren gelassenes Selbstbewusstsein, ihre großherzige
Geduld, auch Schwache mit zu tragen, und ihren Mut, den Finger auch in
offene Wunden zu legen. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller lobte die
Anstrengungen des Scheffel-Gymnasiums bei der Integration von
Aussiedlern. Lahr sei gerade durch deren Zuzug eine junge Stadt, deshalb
habe die Förderung von Kindern und Jugendlichen besonderes
Gewicht.
Am
Freitagabend war das Festwochenende mit einem ökumenischen Gottesdienst
in der Stiftskirche eröffnet worden, den die beiden Pfarrer und
ehemaligen Schüler, Prälat i.R. Gerd Schmoll und Theologieprofessor
Hanspeter Schlosser, unter das Motto "Christ sein heißt ganz
Mensch sein" gestellt hatten. Lehrer und Schüler gestalteten den
Gottesdienst und den Festakt musikalisch. Als Sprecherin der SMV bat
Lisa Müller für Unterstützung des Schulspeisungsprojekts in
Kamtschatka in Sibirien, für das die Scheffel-Schüler seit Jahren
stets die Hälfte der Einnahmen aus Schülerveranstaltungen spenden.
Badische Zeitung vom Montag, 22. November 2004
"Ein
Lebensabschnitt mit Licht- und Schattenseiten"
BZ-UMFRAGE unter
Ehemaligen über ihre Erinnerungen an die Schulzeit im
Scheffel-Gymnasium: Streiche und Schätze
LAHR. Über 200 Ehemalige Schüler
kamen am Samstagabend, um gemeinsam in ihrer alten Schule das 200-jährige
Jubiläum zu feiern. Über ihre Erinnerungen an die Schulzeit befragte
sie unsere Mitarbeiterin Juliana Eiland-Jung. Heidi Fössel
fotografierte.
Christian Buck (Abitur 1988):
An den Alltag in der Schule kann ich mich eigentlich überhaupt nicht
mehr erinnern. Es war eben ein Lebensabschnitt, der seine Licht- und
Schattenseiten hatte. Ich weiß noch, dass ich nach dem Abi in ein großes
Loch gefallen bin, so eine Mischung aus Erleichterung und verfrühter
Nostalgie, das war schon ein seltsames Gefühl. Else Schawaller
(Abitur 1940): Ich bin ja als ehemalige Schülerin da, mein Mann war
hier Lehrer, und unsere Tochter hat auch hier das Abitur gemacht. Dass
von unserem Jahrgang so viele die Mühen nicht gescheut haben, hierher
zu kommen, zeigt, dass wir alle noch sehr mit unserer Schule verbunden
sind. Ich habe viele gute Erinnerungen an meine Schulzeit, zum
Beispiel an den Professor Merten in Mathematik und an den damaligen
Direktor Steurer. Das war ein Mann mit Persönlichkeit und Autorität.
Else Schawaller
Ursula Bender
"Ursula Bender (in der gleichen
Klasse wie Else Schawaller, aber vor dem Abitur abgegangen): Ich
kann mich noch an den schrecklich langweiligen Naturkundeunterricht
erinnern. Aber ansonsten blicke ich sehr gerne zurück, die Schulzeit
war wunderschön. Sonst wäre ich ja nicht eigens von Karlsruhe hierher
gekommen.
Theo Benz (Abitur 1964): Ich
muss schon zugeben, dass mir Musik und vor allem Sport die liebsten Fächer
waren. Ich bin nicht so gern in die Schule gegangen und war auch kein
wirklich guter Schüler. Ich war immer schon für's Praktische. Als das
Abitur vorbei war, war ich richtig froh. Aber es ist ja was aus mir
geworden. Zum Lehrer Ummenhofer hatte ich immer ein gutes Verhältnis,
der war später lange Organist in Kuhbach, und ich bin dann in die
Schule gekommen, als er verabschiedet wurde. Wir waren ein kleiner
Jahrgang, undmehr als die Hälfte sind in Lahr geblieben, so dass wir
uns schon noch öfter sehen.
Theo Benz
Walter Meister
Walter Meister (Abitur 1939): Ich
habe nur gute Schulerinnerungen. Na ja, in den ersten fünf der sechs
Schuljahren habe ich schon so ein paar harmlose Streiche gemacht, aber
dann habe ich gewusst, worauf es ankommt und habe gern gelernt.
Griechisch, Latein und Französisch. Englisch nicht, das war damals noch
Freifach.
Gabi Bohnert
Gabi Bohnert (Abitur 1977): Ich
weiß noch, dass wir der letzte Jahrgang im alten Scheffel waren, und
auch die letzten, die nach dem alten Abitur geprüft wurden, also noch
ohne Oberstufenreform. Ich war glaube ich eine recht brave Schülerin
und ganz gut in der Schule, ich war sogar mal Schülersprecherin.
Streiche gab es natürlich schon auch. Einmal haben wir einen Wettbewerb
gemacht, wer die meisten Klassenbucheinträge im Halbjahr schafft. Ich
glaube, der Rekord war 43! Und das waren dann so Dinge wie: " . . .
sitzt im Papierkorb und weigert sich, ihn zu verlassen".
Sven Täubert (Abitur 1992): Meine
Erinnerungen an die Schule sind eher positiv. Allerdings lernt man
manches erst im Nachhinein schätzen. Die humanistische Bildung zum
Beispiel, das habe ich erst später gemerkt, was für ein Schatz mir
hier mitgegeben wurde. Obwohl ich das als Betriebswirtschaftler nicht so
direkt brauche, aber für die politische Arbeit und auch einfach als
Wurzel, von denen man sein Leben lang zehren kann.
Das Ehemaligentreffen war ein ganz
tolles Erlebnis!
Es war schön, die eigene Klasse (wenn
auch leider nur teilweise) und auch einige noch bekannte Gesichter der
anderen Jahrgänge wiederzusehen! Ein grosses Dankeschön auch an die
vielen Helfer, die prima dafür gesorgt haben, dass wir nicht verhungert
und verdurstet sind! Sie haben das hervorragend gemacht!
Auch der historische Überblick über den Werdegang des Gymnasiums war
eine tolle Sache. Prima gemacht, hervorragend präsentiert und sehr
informativ!
Leider gibt es da auch einen kleinen Kritikpunkt: gerade dieser
historische Überblick war nicht bekannt (genug) gemacht worden! Sehr
schade! So konnte ich selbst leider nur den letzten Teil miterleben. Gut,
mein Jahrgang war da noch dabei (1968). Dennoch hätte ich gerne die ganze
Vorführung miterlebt. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Vortrag in
Bild, Ton oder auch nur schriftlich (ist natürlich bei weitem nicht so
toll) zu erhalten? Da wäre ich doch sehr dankbar darüber!
Am Abend habe ich von meiner Klasse auch einige Bilder geschossen. Wenn
euch das interessiert, so könnt ihr diese unter folgender Adresse
einsehen, kopieren und ganz nach Lust und Laune verwenden:
www.fotos.web.de/jensschmidt.wallau
Seid alle Macher des Abends und eurer Homepage (jetzt zum dritten mal:
toll! informativ! sehr gut gemacht!) gegrüsst!
Jens Schmidt
Liebe Lehrer, Schüler und
Eltern des Scheffelgymnasiums,
ich habe an dem Ehemaligentreffen am Samstagabend teilgenommen und
möchte dem Oranisationskomitee, den Schülern, den Lehrern und den Eltern
herzlich für ihre Mühe und ihren Einsatz danken. Die Ton-Dia-Schau war
sehr gut gemacht, der Wein und das Essen hat gut geschmeckt und die
servierenden Lehrer und Schüler waren einfach immer präsent und
hilfsbereit. Ganz toll - vielen Dank.
Da offensichtlich viele Fotos unseres Jahrganges (1960) fehlten, möchte
ich mit dieser Post zumindest meines schicken. Beim nächsten Jubiläum
ist es dann vorhanden!
Jürgen Janz