Das Jubiläumsjahr des Scheffel-Gymnasiums 
neigt sich dem Ende zu

Was haben die Schüler dazu zu sagen?
Eine Umfrage

Aktualisiert am: 24.12.2004

Kontakt: Melinda Sofonea, Lara Brinker und Judith Zinsser


Leserbrief zum nachfolgenden Artikel:

Als ich den Bericht über die Meinungsumfrage der Schüler zum Jubiläumsjahr gelesen habe, war ich etwas entsetzt und enttäuscht.

Ich denke, man kann es nicht stehen lassen, dass die Aktionen des Jubiläumsjahres nur schlecht dargestellt werden:
zum Beispiel die Festschrift, die in diesem Artikel auf die Worte "interessant und mit tollen Fotos" reduziert wird. Das Buch, sofern man es sich einmal genauer anschaut, enthält sehr gute aufschlussreiche, wissenswerte und wertvolle Texte, die man natürlich erst lesen muss, um zu wissen, was die Festschrift alles beinhaltet. Ich hätte von den Schülern eines Gymnasiums mehr erwartet als so ein belangloses Urteil. Außerdem bin ich mir sicher, dass der Preis von 25 € absolut angemessen ist. Wer schon mal ein gutes, gebundenes, in Farbe gedrucktes Buch gekauft hat, weiß, dass Bücher, die von ein bisschen mehr Qualität und Quantität zeugen, nicht für 10 € zu kaufen sind. Es ist nicht gerechtfertigt die Festschrift als "reine Geldmacherei" abzustempeln.

Auch der Zwang zur Abendvorstellungen ist übertrieben dargestellt. Es wurde zwar ausdrücklich um Erscheinen gebeten, doch ich denke, dass einige, die z. B. an der Politik- Veranstaltung teilgenommen haben, mir zustimmen, dass es nicht "blöd", sondern durchaus interessant für uns war. Man hatte so wenigstens mal die Möglichkeit sich ein Bild von den Politikern verschiedener Parteien zu machen und sie darauf anzusprechen, wie sie über bestimmte aktuelle, auch uns betreffende Themen denken.

Zudem ist es eine Frechheit zu behaupten, die Schule hätte das Geld des Scheffellaufs zur Begleichung ihrer Schulden benutzt. Wer so denkt, sollte sich vielleicht mal genauer informieren, bevor er so etwas Unverschämtes von sich gibt.
Ich habe jetzt nur drei Punkte angesprochen, doch ich glaube, dass ich nicht die einzige bin, die so über diese Umfrage denkt. Es kann nicht sein, dass man eine DinA4 Seite schlecht über die Veranstaltungen schreibt und dann einen Schlusssatz darunter setzt, der zum Rest überhaupt nicht passt : "Im Großen und Ganzen war das 200 Jubiläumsjahr des Scheffel-Gymnasiums ein voller Erfolg, hoffen wir also auf weitere 200 Jahre Scheffel- Geschichte."

Tatjana Enneking <tatjana.enneking@gmx.de>


Schülerumfrage

Das 200. Jubiläumsjahr des Scheffel-Gymnasiums neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu.  Es gab zahlreiche Veranstaltungen wie der Karlsruhe-Tag, das Sommerfest oder der Scheffel Lauf und eine Menge Spaß. Was sagen die Schüler zu dem Geschehenen? Hat es ihnen gefallen? Falls ja, was hat sie am meisten beeindruckt? Einige Schüler der Homepage AG haben eine Umfrage zu diesem Thema gestartet. Hier sind die Ergebnisse.

Auf der Frage nach der besten Jubiläumsveranstaltung in diesem Jahr meinten viele, dass das Sommerfest und der Karlsruhe-Tag ein wahrer Erfolg gewesen seien. Der Scheffel-Lauf, bei dem die Meiningen geteilt sind, und die 200-jährige Geschichte des Scheffel-Gymnasiums wurden auch als interessnt empfunden.  Ein paar der Befragten fanden, dass man den Scheffel-Lauf besser hätte organisieren müssen,  so dass man an jeder Station etwas Neues über die gewesenen Schulgebäuen erfahren könnte und nicht nur vorüberlaufen müsste. 

Das beim Lauf gesammelte Geld, meinen die Schüler, wurde für die Schule eingesetzt, um die Innenaustattung zu verbessern und\oder um Bücher zu kaufen. Nur wenige finden, dass das Geld dazu verwendet wurde, um Schulden auszugleichen.

Sehr wenige der befragten Schüler haben auf der Frage nach der besten Veranstaltung mit einem "nix" geantwortet. Das wiederum zeigt, dass man die Arbeit der anderen, und besonders die der Lehrer zu schätzen weiß.

Das Sommerfest, das etwas anders als die Feste in den vergangenen Jahren war, wurde als interessant und lustig von den meisten, langweilig und sinnlos von einigen wenigen empfunden, die meinen, dass sie zu Aufgaben gezwungen worden seien, die sie nicht gerne gemacht hätten.

Zum Karlsruhe-Tag fällt den Schülern spontan das Shopping und die Besichtigung der Stadt und der verschiedenen Museen ein. Das war für einige der Befragten eher langweilig, weil sie die Orte schon gekannt haben. Dafür erinnern sie sich gere an ihre Mitschüler, die in verschiedenen Barockkostümern für Aufsehen gesorgt haben. Für das leibliche Wohlbefinden wurde auch gesorgt, Mc Donald's und Burger King sind eine wilkomme Abwechslung zu den Lunchpaketen.

Die Festschrift ist...O.K., interessant und mit tollen Fotos. Man hatte dadurch die Chance, die Geschichte der eigenen Schule besser kennenzulernen, alle Schüler und Lehrer auf einem Blick zu haben und obendrauf noch zu erfahren, wie ein Schultag vor 100 Jahren aussah. Einige der befragten  Schüler fanden die Festschrift zu teuer.

Die Projekttage: die Schüler haben sie in guter Erinnerung und meinen, dass sie toll und auch sinvoll gewesen seien. Trotz der Themendiversivität (Forschung, Geschichte und Zeitreise, Schule im 19. Jh. usw.) hätte sich so mancher doch lieber sein eigenes Thema zu seinem Projekt ausgesucht.

Toll fanden es die miesten, dass sie mehrere Tage Zeit hatten, um sich auf die Präsentation vorzubereiten, oder dass sie viele neue Informationen gesammelt haben. Die Projekttageg waren eine Alternative zu dem alltäglichen Schulleben, die mit offenen Armen begrüßt wurden.  Deshalb hätten es die Schüler auch gerne, wenn  auch in diesem Schuljahr Projekttage stattfinden würden.

Zahlreiche Abendvorstellungen wünschen sich die Schüler nicht mehr, viele der Befragten haben daran nicht teilgenommen. Die Jahrgangsstufen 12 und 13 wurden verpflichtet, sich die Abendvorstellung "Wer macht Politik?" anzusehen, wiederum sind die Meinungen hier geteilt.

Im Großen und Ganzen war das 200. Jubiläumsjahr des Scheffel-Gymnasiums ein großer Erfolg, vielen hat es Spaß gemacht und auch neue Kentnisse eingebracht. Hoffen wir also auf weitere 200 Jahre Scheffel-Geschichte. 


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