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Stolpersteine

Das Scheffel beteiligt sich am Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Lahr.

Von Alisa Fehrenbacher

Am Donnerstag den 08. September 2022 wurden von Gunter Demnig  in Lahr unter anderem für die jenischen Lahrer Karl Trapp und Viktor Berger, an deren ehemaligen Wohnorten, sogenannte Stolpersteine verlegt. An diesem Gedenken nahm eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Scheffel-Gymnasiums teil. Die Jenischen wurden als Landfahrervolk von den Nationalsozialisten verfolgt. Mit den in den Boden eingelassenen Stolpersteinen soll man im Alltag auf der Straße darüber ‚stolpern‘, was verschiedenen Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus in Lahr angetan wurde.

Über das Leben von Karl Trapp berichtete bei der Stolpersteinverlegung Jasmin Stoll, die die zwölfte Klasse des Scheffel-Gymnasiums besucht, den versammelten Menschen.

Man weiß nur wenig über sein Leben, er arbeitete als Händler und wurde 1938 verhaftet und ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Zehn Monate lebte er in dem Konzentrationslager und verrichtete Zwangsarbeit, bis er im April 1939 entlassen wurde und nach Lahr zurückkehren konnte.

Danach fand eine weitere Stolpersteinverlegung mit Ansprachen, unter anderem von Mano Trapp, der über das Leben und Schicksal seines Urgroßvaters Viktor Berger berichtete, und dem Lahrer Oberbürgermeister Markus Ibert, auf dem Grundstück des Hauses Geroldsecker Vorstadt 35 statt. Viktor Berger wurde auch wie sein entfernter Verwandter Karl Trapp im Jahr 1938 in das KZ Buchenwald deportiert. Dort wurde ihm mit einem Gewehrkolben das rechte Auge ausgeschlagen. Dies wurde als Unfall dargestellt. Ein Jahr später wurde er in Lahr zwangssterilisiert. Später musste er Zwangsarbeit verrichten.

Während und nach der Verlegung spielten Mano Trapp und seine Musikgruppe Manou auf dem Grundstück des Hauses Lieder, unter anderem in jenischer Sprache.

Ich fand es war traurig, die Geschichte zu hören und wie grausam die Nazis ohne Grund mit den Menschen umgegangen sind, andererseits fand ich es schön, dass man heute noch an die Leute erinnert und sie nicht vergisst.

Wer Interesse hat, an zukünftigen Verlegungen von Stolpersteinen teilzunehmen, kann sich gerne bei Frau Pischinger (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden.

 

 

 

 

 

 

 

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